Sichere Wege für unsere Kinder, sauberes Wasser für morgen, kühle Städte und bezahlbares Wohnen – dafür treten Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl 2026 an.
Kinder, ältere Menschen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen sollen barrierefreie Wege nutzen können. Aktuell sind viele Gehwege jedoch so schmal, dass sie für Rollatoren, Rollstühle oder Kinderwagen kaum sicher befahrbar sind.
Wir fordern eine Mindestbreite von 3,5 m für alle Hauptwege, die zu Kindergärten, Grundschulen, weiterführenden Schulen sowie zu Senior*inneneinrichtungen und Betreuungseinrichtungen für ältere Menschen führen.
Wir setzen uns ein für Bordsteinkanten, die so großflächig abgesenkt sind, dass Rollstuhlfahrer*innen und Menschen mit Rollatoren ohne Stolpergefahr die Straße überqueren können.
Durch diese Maßnahmen wird das tägliche Pendeln für die Schwächsten unserer Gesellschaft wieder zu einer Selbstverständlichkeit, nicht zu einer Belastung.
Unser Trinkwasser ist ein kostbares Gut, dessen Qualität und Verfügbarkeit auf Dauer sichergestellt sein muss. Mittlerweile leidet die Hälfte der bayerischen Landkreise zu Zeiten geringer Niederschläge an Wassermangel. Die bayerische Staatsregierung plant nahezu ganz Nordbayern aus dem Lech-Grundwasser in direkter Nachbarschaft zu unserer Gemeinde mit Trinkwasser zu versorgen und geht davon aus, dass sich aus dem Lech, der sich als Alpenfluss zu großem Teil aus Schmelzwasser speist, nahezu unbegrenzte Trinkwassermengen generieren lassen. Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass bis 2050 die deutschen Alpen frei von Eis und Schnee sein werden. Ein Umdenken ist dringend erforderlich. Viel zu viel Regen gelangt ungenutzt in die Kanalisation oder überflutet die Keller von Hauseigentümern.
Wir brauchen versickerungsfähige Oberflächen und Wasserrückhalteanlagen an großen Verkehrs-und Dachflächen, die Regenwasser wie ein Schwamm speichern.
Wir brauchen zusätzlich Regenwasser-Speicheranlagen in Schulen, Kindertagesstätten und öffentlichen Gebäuden, um das Wasser für Bewässerung und Toilettenspülungen zu nutzen.
Durch diese Schritte sichern wir die Trinkwasserqualität für kommende Generationen, senken den Druck auf die kommunale Abwasserinfrastruktur und reduzieren die Gefahr von überschwemmten Kellern.
Die Hauptstraße unserer Stadt wird im Sommer zu einer Hitzefalle, die besonders Kinder und ältere Menschen stark belastet. Fehlende Schattenplätze machen Pausen im Freien unmöglich.
Wir verlangen die sofortige Umsetzung eines Hitzeschutzplans, der bis 2028 mindestens 30 % der Straßenfläche mit Baumreihen, Grünflächen oder Solardächern ausstattet.
Wir investieren in mobile Beschattungsanlagen für Spielplätze und Kindertagesstätten, damit Familien auch bei hohen Temperaturen draußen bleiben können.
Ein kühleres Stadtklima stärkt die Lebensqualität, senkt die Krankheitsrate und macht unsere Stadt zu einem Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung.
Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen bedroht das Leben in unseren Dörfern und Kleinstädten. Ohne bezahlbaren Wohnraum verlieren wir junge Familien, Alleinerziehende, Fachkräfte und die kulturelle Vielfalt, die das Landleben ausmacht.
Dort, wo neues Baurecht ermöglicht wird, müssen wir als Stadt Rain Sozialwohnungen schaffen oder Einheimischenmodelle fördern.
Wir wollen jetzt handeln – für ein lebendiges, solidarisches und zukunftsfähiges Landleben.